E-Mail-Marketing
Zahlen und Fakten
Mehr als 37 Millionen Deutsche über 14 Jahren nutzen praktisch täglich das Internet. Das entspricht rund 57 % der Gesamtbevölkerung. Dies geht aus der Studie internet facts 2008-II der AGOF e.V. hervor. Für fast 90 % aller deutschen Internet-User ist der absolute Nutzungsschwerpunkt das Senden und Empfangen von E-Mails.
Diese beeindruckenden Zahlen sind unter anderem die Ursache dafür, dass E-Mail-Marketing zu einem zentralen Bestandteil der Onlineaktivitäten werbetreibender Unternehmen geworden ist. Aber viel entscheidender ist, dass der Trend dazu weiter anhalten wird.
Laut einer im Januar 2008 von JupiterResearch veröffentlichten Studie werden sich die Budgets für das E-Mail-Marketing in den USA in den kommenden Jahren nahezu verdoppeln. Und Datran Media ermittelte in einer Befragung, dass 80 % der Marketingverantwortlichen ihre E-Mail-Marketing-Aktivitäten in 2008 steigern wollen.

Begriffliche Abgrenzung
Grundsätzlich ist E-Mail-Marketing das Pendant zum klassischen Direktmarketing auf dem Postweg. Diese Form der Marktkommunikation wird häufig auch als Dialogmarketing bezeichnet, weil der Versender über seine Werbemaßname den Empfänger direkt anspricht und versucht eine entsprechende Antwort (Response) zu erzielen. E-Mail-Marketing ist neben Bannerwerbung, Suchmaschinenmarketing und Affiliate Marketing eine der Säulen des Online-Marketings.
Gründe und Ziele
Die Ziele des E-Mail-Marketings können sehr unterschiedlich sein. Neben dem Verkauf von Produkten, geht es häufig auch um die reine Kundeninformation oder die Kundenbindung. Aber ebenso bei zur Pressearbeit (PR) oder im Bereich der Investor Relations wird das E-Mail-Marketing eingesetzt.
In einer Studie aus dem Jahr 2007 ermittelte Datran Media die wichtigsten Gründe für das E-Mail-Marketing. Dabei wird deutlich, dass die meisten Marketingverantwortlichen auf eine direkte Umsatzsteigerung setzen.
Newsletter
Die üblichste Form des E-Mail-Marketings ist der Versand von Newslettern. Dies sind periodische - also in bestimmten Zeitabständen wiederkehrende - Mailings. Manche erscheinen wöchentlich, viele auch monatlich. Mittlerweile versteht man aber unter einem Newsletter auch einen unregelmäßigen E-Mail-Versand nach Bedarf. Eine weitere besondere Form des E-Mail-Marketings sind sogenannte Trigger-Mails, also Nachrichten, die zeitgesteuert oder anlassbezogen versendet werden, also zum Beispiel zum Geburtstag oder nach einer erfolgten Warenauslieferung.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Gemeinsam ist allen E-Mail-Marketing-Aktivitäten, dass sie nur mit der Einverständnis des Empfängers (Permission) erfolgen dürfen. Aus diesem Grund wird häufig auch von Permission Marketing gesprochen. In Deutschland ist dies in unterschiedlichen Gesetzten geregelt. Dazu gehören das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das neue Telemediengesetzt (TMG) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).
Vorteile des E-Mail-Marketings
Der Versand von E-Mails ist sehr günstig, besonders im Vergleich zum klassischen Postversand. Dies ist eine der Hauptstärken des E-Mail-Marketings. Es ist darüber hinaus aber auch schneller und flexibler als herkömmliche Direktmarketing-Instrumente. Außerdem lässt sich der Erfolg von E-Mail-Kampagnen deutlich besser messen.