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Manuelle Korrektur von E-Mail-Adressen im Newsletter-Verteiler

Das Double Opt-in bei der Newsletter-Anmeldung stellt sicher, dass nur bestätigte Kontakte im Verteiler landen. Doch dürfen offensichtliche Schreibfehler in der E-Mail-Adresse von Interessenten durch den Versender manuell korrigiert werden?

Manuelle Korrektur von E-Mail-Adressen im Newsletter-Verteiler

Ein Nutzer hat sich bereits vor Tagen für den Newsletter eines Unternehmens angemeldet, den Link in der Bestätigungs-E-Mail im Rahmen des Double Opt-ins aber noch nicht angeklickt. Nicht immer ist die Nachricht jedoch im Spam-Ordner gelandet oder der Empfänger besitzt kein Interesse mehr.

Ein Blick in die Interessentenliste des Newsletter-Systems kann ein anderes Problem offenbaren - einen offensichtlichen Buchstabendreher in der E-Mail-Adresse. Dort heißt es dann statt alias@gmail.com beispielsweise alias@gmail.ocm. Dieser Flüchtigkeitsfehler ist schnell korrigiert, der Versand der Bestätigungs-E-Mail kann erneut angestoßen und der Interessent doch noch in einen Abonnent verwandelt werden. Aber ist das auch erlaubt?

Pro und kontra manuelle Korrektur

Für die manuelle Korrektur spricht die Absicht, im Interesse des Empfängers zu handeln. Er wollte sich schließlich für den Newsletter registrieren. Mit der manuellen Korrektur wird ihm dieser Empfang trotz Fehleingabe ermöglicht. Doch die Einwilligung in den Newsletter-Versand bezieht sich streng genommen nur auf die Daten, die vom Nutzer angegeben wurden. Denn wer garantiert, dass die E-Mail-Adresse nicht absichtlich falsch hinterlegt wurde? Und wie kann man sicherstellen, dass durch die manuelle Korrektur, z.B. bei vermeintlichen Tippfehlern im Namen selbst, nicht eine unbeteiligte dritte Person angeschrieben wird?

Absichtliche Falschangabe der E-Mail-Adresse

Warum jedoch sollte ein Nutzer absichtlich eine falsche E-Mail-Adresse angeben? Dies wird wahrscheinlicher, wenn die Newsletter-Anmeldung nicht losgelöst stattfindet, sondern an einen anderen Prozess gekoppelt wird. Ein Beispiel ist die Bereitstellung eines Download-Links für ein Whitepaper oder einen Gutschein unmittelbar nach der Registierung - aber vor der Bestätigung des E-Mail-Abonnements. Der Interessent gibt hier absichtlich eine falsche E-Mail-Adresse an, um lediglich den Vorteil nutzen zu können. Am Newsletter selbst hat er kein echtes Interesse.

Umsetzung in der Praxis

Vorab: Eine Rechsprechung zur aufgeworfenen Frage liegt uns nicht vor. Es gilt also nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln. Unserer Meinung nach sollte von der Korrektur vermeintlicher Fehler im Lokalteil vor dem @-Zeichen der E-Mail-Adresse in jedem Fall abgesehen werden. Hier ist die Gefahr zu groß, dass unerlaubt Dritte angeschrieben werden.

Korrekturen im globalen Teil hinter dem @-Zeichen sind dagegen denkbar, sofern die Newsletter-Anmeldung losgelöst von anderen Prozessen und Vorteilen stattfindet und die Angabe der E-Mail-Adresse allein dem Zweck der Newsletter-Anmeldung dient. Nur dann kann davon ausgegangen werden, im Interesse des Nutzer zu handeln. Sobald hier jedoch Unsicherheit besteht, würden wir von einer Korrektur abraten.

Deutlicher Hinweis auf die Bestätigungs-E-Mail

Am Ende bleibt natürlich das Risiko, Interessenten mit tatsächlich unbeabsichtigten Falscheingaben zu verlieren. Deshalb gilt es bei der Newsletter-Anmeldung deutlich für die Bestätigungs-E-Mail zu sensibilisieren. In der Meldung nach der Dateneingabe sollte noch einmal darauf hingewiesen und eine Kontaktmöglichkeit bei Ausbleiben der Nachricht angegeben werden. So wird der Nutzer selbst dazu bewegt, aktiv zu werden, wenn er sein Abonnement nicht abschließen kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Zur Sicherheit sollten Sie in der Angelegenheit einen qualifizierten Rechtsanwalt konsultieren.

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Die E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, Angabe der Website ist optional.






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Über den Autor

Lars Müller

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Geschäftsführer
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