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Instagram-Marketing für Unternehmen

Visuelle Kommunikation boomt – neben Pinterest ist auch die Foto-Sharing-App Instagram mit rund 100 Mio. registrierten Nutzern auf dem Vormarsch. Marketing-Verantwortlichen stellt sich die Frage: Muss ich dort als Unternehmen auch (noch) aktiv sein?

Instagram LogoDas Besondere: Instagram kann nur auf mobilen Endgeräten genutzt werden. Über eine App können registrierte Nutzer Fotos aufnehmen und diese in ihrem Instagram-Profil publizieren – öffentlich oder nur für Follower. Bislang noch einzigartig sind dabei die Möglichkeiten zur Bildbearbeitung über unterschiedlichste Fotofilter, sodass mit wenigen Klicks besonders ästhetische und stimmungsvolle Fotos entstehen.

Wie in allen sozialen Netzwerken können Fotos geliked oder kommentiert werden und Nutzer können anderen folgen. Über Schnittstellen zu Twitter, Facebook, Tumblr, Flickr oder Foursquare können Fotos auch dort geteilt oder per Geolocation auf einer weltweiten Fotokarte hinterlegt werden.

Seit kurzem besitzt jeder Nutzer zudem ein Webprofil, dass unter der Vanity-URL  instagram.com/username aufgerufen werden kann. Dort sind alle aufgenommenen Fotos öffentlich sichtbar, sofern in den Einstellungen nicht anders hinterlegt. Eingeloggte Nutzer können durch Likes und Kommentare interagieren, ein Bild-Upload über die Weboberfläche ist jedoch nicht möglich. Das Profil ist eine optisch ansprechende Möglichkeit, die Instagram-Aktivitäten im Web zu präsentieren und zu kommunizieren. Hierfür stellt Instagram seit kurzem sogenannte Badges bereit, die auf das Webprofil verlinken.

Unternehmen auf Instagram: Persönlichkeit zeigen

Vorab sei gleich gesagt: Die Instagram-Strategie für Unternehmen gibt es nicht. Grundsätzlich sollte die Frage geklärt werden, ob das Fotonetzwerk hauptsächlich bestehende Social-Media-Aktivitäten auf Facebook und Twitter mit Inhalten anreichern oder auf Instagram eine ganz eigene (exklusive) Community aufgebaut werden soll. Ersteres ist eine gute Möglichkeit zum Start, wer Instagram langfristig nutzen möchte, sollte letzteres anstreben.

Unternehmen erhalten auf Instagram kein spezielles Profil, sondern registrieren sich einfach wie Privatpersonen – der Nutzername kann individuell gewählt werden. Wie in allen sozialen Netzwerken so gilt auch und vor allem auf Instagram: Werbung und reine Produktpräsentation sind hier fehl am Platz. Vielmehr besteht die Chance darin, ein Unternehmen bzw. Produkt über ästhetische Fotos auf einer persönlichen Ebene zu präsentieren. Außerdem kann ein Blick hinter die Kulissen gegeben oder der Mitarbeiter zu Botschaftern gemacht werden. Die Ziele bestehen dabei, wie in sozialen Medien üblich, vor allem in der Interaktion, Imagearbeit und Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Best Practice: Starbucks auf InstagramWas und wie? Auf der Suche nach dem richtigen Motiv

Geht es um die Frage, was fotografiert und gepostet werden soll, sind Kreativität und Individualität gefragt. Ästhetik geht vor Information – das Foto muss das gewisse Etwas haben. Die zahlreichen Fotofilter von Instagram stehen dabei hilfreich zur Seite, ein Tilt-Shift-Effekt verzaubert jedes Motiv in ein Miniaturwunderland. Egal ob im Ladengeschäft, in der Produktion, im Büroalltag oder auf Events, das Smartphone sollte immer dabei sein, denn die schönsten Motive entstehen meist ganz spontan.

Vor der Veröffentlichung sollten die Fotos mit Hashtags versehen werden. So kann die Auffindbarkeit in der Suche bei gezielten Keywords verbessert werden – auch auf Twitter, sofern die Bilder dort ebenfalls geteilt werden. Wer individuelle Hashtags einsetzt, kann per RSS-Feed sogar seine eigene Foto-Wall auf externen Websites integrieren.

Gewinnspiele auf Instagram – oder lieber doch nicht?

Zugegeben, die Idee liegt nahe, denn ein Fotonetzwerk bietet natürlich eine ideale Plattform für Contests und Gewinnspiele, die wiederum gut zum Follower-Aufbau geeignet sind. Beispielsweise kann eine Detailaufnahme Auslöser für ein Ratespiel sein oder Nutzer können dazu aufgerufen werden, Fotos zu einem bestimmten Thema zu erstellen und zu taggen, aus denen die Redaktion dann einen Gewinner kürt – Möglichkeiten gibt es viele.

Ein Problem besteht dabei allerdings: Nutzer können auf Instagram nicht direkt kontaktiert werden. Hier ist Einfallsreichtum gefragt oder man bedient sich Diensten, die ein eigenes Contest-Toolkit bereitstellen. Besser aber noch sieht man diese Tatsache ganz einfach als Herausforderung und Chance, die Social-Media-Aktivitäten einmal ganz ohne Gewinnspiele und auf echten Followern aufzubauen. Das Prinzip funktioniert wie bei Twitter: identifizieren, folgen, interagieren und guten Content, sprich schöne Fotos, bereitstellen.

Fazit

Instagram sollte als Teil der Social-Media-Strategie bzw. der gesamten Kommunikationsstrategie des Unternehmens verstanden werden. Da es noch deutlich auf Privatpersonen ausgelegt ist, hält der Early-Mover-Effekt für Marken ein großes Potenzial, aber auch einige Schwierigkeiten bereit. So ist die Administration beispielsweise längst nicht so unkompliziert wie auf Facebook, wo Seitenbetreiber ganz einfach zwischen unterschiedlichen Identitäten wechseln können.

Dennoch – wer es schafft sich emotional und persönlich auf Instagram zu präsentieren, kann eine interessante neue Kommunikationsebene und Beziehung zwischen (potenziellen) Kunden und dem Unternehmen aufbauen. Anbieter von emotionalen Produkten sollten den Schritt zu Instagram wagen – und sei es in der ersten Phase nur, um die bestehende Facebook-Seite oder den Twitter-Account noch attraktiver zu gestalten.

Noch eine wichtige Frage zum Schluss: Gibt es eigentlich einen Follow-Button von Instagram um die Aktivitäten im Web zu kommunizieren? Jein. Instagram selbst bietet diesen nicht an, aber beispielsweise Dienste wie Statigram oder Webstagram.

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Über den Autor

Lars Müller

Lars Müller

Geschäftsführer
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