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15 Fehler im E-Mail-Marketing

Einige Fehler verärgern den Abonnenten, andere schwächen die Performance des Newsletters und wieder andere können richtig teuer werden. Doch viele Fehler lassen sich leicht vermeiden. Wir zeigen, worauf es beim nächsten E-Mail-Versand ankommt.

15 Fehler im E-Mail-Marketing

Die häufigsten Fehler beim Newsletter-Versand auf einen Blick

  1. Fehlende Einwilligung
  2. Zu viele Pflichtfelder
  3. Bestätigungs-E-Mail nicht zielführend
  4. Fehlerhaftes Impressum
  5. Fehlender Abmeldelink
  6. Fehler in der Grußformel
  7. Verwendung von noreply-Adressen
  8. Kein Responsive Design
  9. Nur-Text-Version nicht aktualisiert
  10. Rechtschreibfehler
  11. Falsche Versprechungen in der Betreffzeile
  12. Falscher Versandzeitpunkt
  13. Fehlender oder schlechter Call to Action
  14. Keine Anbindung an die Webanalyse
  15. Unerlaubte Profilerstellung

Im folgenden werden alle oben aufgeführten Fehler im E-Mail-Marketing genauer erläutert und Optimierungsansätze gegeben.

1. Fehlende Einwilligung

Ohne Zustimmung des Empfängers dürfen keine Werbe-E-Mails verschickt werden. E-Mail-Marketing zählt deshalb auch zum Permission Marketing. Die Einwilligung sollte per Double Opt-in Verfahren eingeholt werden. Dabei muss der Abonnent seine Newsletter-Anmeldung in einem zweistufigen Prozess bestätigen. Zwar ist auch das Double Opt-In für den Versender nicht 100 %ig rechtssicher, es ist aber bislang der einzige Weg, die Einwilligung im Streifall vor Gericht zu beweisen.

Mehr zum Thema Einwilligung und Double Opt-in erfahren

2. Zu viele Pflichtfelder

Bei der Anmeldung zum Newsletter gilt das Gebot der Datensparsamkeit. Das bedeutet, dass nur die Daten Pflichtangaben sein dürfen, die für den E-Mail-Versand unbedingt notwendig sind. Im Klartext ist dies allein die E-Mail-Adresse. Name, Geschlecht und weitere persönliche Angaben können zwar zwecks Personalisierung abgefragt werden, müssen jedoch freiwillig erhoben werden.

Tipps für das Anmeldeformular zum Newsletter

3. Bestätigungs-E-Mail nicht zielführend

Die Anmelderate ist schlecht, die potenziellen Abonnenten hängen als Interessenten im Double Opt-in Prozess fest? Schuld daran könnte die Bestätigungs-E-Mail sein. Der Text der Nachricht muss gezielt auf die gewünschte Handlung hinführen - den Klick auf den Bestätigungslink. Ablenkende Inhalte und Elemente sollten vermieden werden. Außerdem darf die E-Mail keine Werbung enthalten.

Mehr über den Inhalt und die Gestaltung der Bestätigungs-E-Mail erfahren

4. Fehlerhaftes Impressum

Für jeden Newsletter herrscht wie für jede geschäftliche Kommunikation im Internet eine Impressumspflicht. Die Anbieterkennzeichnung findet in der Regel im Footer der E-Mail Platz. Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum kann abgemahnt werden.

Mehr Informationen zu Impressum und Pflichtangaben im Newsletter

5. Fehlender Abmeldelink

Bereits bei der Newsletter-Anmeldung muss der Empfänger auf die Widerspruchsmöglichkeiten hingewiesen werden. Zudem muss jede Newsletter-Ausgabe einen Abmeldelink enthalten, der gut sichtbar platziert ist. Das ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern verhindert auch, dass die E-Mail in den Spamordner verschoben wird, weil der Abonnent keine Möglichkeit zur Austragung aus dem Verteiler findet.

6. Fehler in der Grußformel

Personalisierung ist gut - aber nur, wenn sie korrekt umgesetzt ist. Die persönliche Anrede mit dem Namen gehört mittlerweile zum Standard. Schleichen sich dabei jedoch Fehler wie ein falsches Geschlecht oder ein vertauschter Vor- und Nachname ein, macht dies auf den Empfänger einen unprofessionellen Eindruck. Eventuell hat er diese Fehler durch falsche Angaben bei der Anmeldung zwar selbst verursacht, eine regelmäßige Kontrolle neuer Adressendaten kann die Fehlerquote aber reduzieren.

7. Verwendung von noreply-Adressen

Newsletter sind ein Dialog-Marketing-Instrument. Eine noreply@-Adresse jedoch wirkt abweisend und maschinell. Warum soll der Empfänger nicht mit dem Versender interagieren können? Sprechende E-Mail-Adressen wie info@, newsletter@ oder feedback@ stärken das Vertrauen in den Absender. Wichtig ist, dass die entsprechenden Postfächer abgerufen und Nachrichten beantwortet werden.

Mehr zum Thema noreply-Adressen erfahren

8. Kein Responsive Design

Jeder zweite Deutsche besitzt ein Smartphone. Das Lesen und Senden von E-Mails ist einer der Nutzungsschwerpunkte. Wer seine Newsletter also nicht für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert, verschenkt wertvolles Potenzial und verliert im schlimmsten Fall sogar Abonnenten.

5 Praxistipps für Mobile E-Mail-Marketing

9. Nur-Text-Version nicht aktualisiert

Eine typische Situation: Kurz vor dem Versand wird der Newsletter noch einmal überarbeitet. Doch die Nur-Text-Nachricht wurde dabei vergessen und enthält nun Fehler oder abweichende Inhalte. Nutzern des sitepackage:// Newsletter-Systems kann dies zukünftig nicht mehr passieren. Die Textausgabe im Beitragssystem wird ab sofort automatisch nach jedem Speichervorgang auf den neuesten Stand gebracht.

Mehr zum neuen sitepackage:// Feature

10. Rechtschreibfehler

Der Fehlerteufel schleicht sich bei jedem Text mal ein. Umso wichtiger ist es, dass der Newsletter vor dem Versand von mindestens einer weiteren Person Korrektur gelesen wird. Denn Rechtschreibfehler wirken in der Geschäftskommunikation unprofessionell und sollten den Spam-E-Mails vorbehalten bleiben.

11. Falsche Versprechungen in der Betreffzeile

Eine gute Betreffzeile weckt das Interesse des Empfängers. Um sich gegen die E-Mail-Flut im Posteingang durchzusetzen, gibt es jede Menge Tipps und Tricks. Doch dürfen dabei keine falschen Erwartungen geweckt werden. Hält der Newsletter nicht, was der Betreff verspricht, wird der Abonnent den zukünftigen Ausgaben weniger Aufmerksamkeit schenken oder sich eventuell sogar ganz aus dem Verteiler abmelden.

Tipps für eine gute Betreffzeile

12. Falscher Versandzeitpunkt

Die Inhalte sind relevant, die Betreffzeile griffig und die Adressqualität hoch - trotzdem wird der Newsletter nicht gelesen. Schuld daran könnte der Versandzeitpunkt sein. B2C-Empfänger erreicht man am besten an den Wochenenden und abends an den Wochentagen, B2C-Abonnenten dagegen Mitte der Woche am Vormittag.

Tipps für den optimalen Versandzeitpunkt

13. Fehlender oder schlechter Call to Action

Jeder Newsletter verfolgt ein Ziel: Im E-Commerce ist dies die Bestellung im Onlineshop, aber auch das Lesen eines Blog-Artikels kann angestrebt werden. Über eine inhaltlich und optisch aussagekräftige Handlungsaufforderung wird der Empfänger zum gewünschten Ziel hingeführt. Ohne einen Call to Action Button bzw. Link kann jedoch keine Klick- und Konversionsrate gemessen und somit keine aussagekräftige Erfolgsmessung durchgeführt werden.

14. Keine Anbindung an die Webanalyse

Der Call to Action ist platziert und die Klickrate wird über das Linktracking der Newsletter-Software erfasst. Doch wer seine Kampagne nicht an die Webanalyse übergibt, kann keinerlei Aussage über die Konversionsrate treffen und den Erfolg des E-Mailings nicht vollständig messen. In sitepackage:// können Links in der Newsletter-Ausgabe deshalb mit Parametern für Google Analytics, Piwik und etracker gekennzeichnet werden.

Mehr zum Thema Erfolgsmessung durch Webanalyse

15. Unerlaubte Profilerstellung

Big Data ist in aller Munde und Personalisierung spielt auch im E-Mail-Marketing eine immer wichtigere Rolle. Durch Auswertung des Nutzerverhaltens und die Erstellung von Nutzerprofilen kann die Relevanz der Inhalte für den Empfänger gesteigert werden. Doch Vorsicht: Für einige Formen der Profilerstellung ist eine gesonderte Einwilligung des Nutzers notwendig, die nicht durch die Zustimmungen in den Newsletter-Versand abgedeckt ist.

Hinweise zur Datenerhebung im E-Mail-Marketing

2 Kommentare

  1. Gaby Engelbart am 08.06.2016 um 15:01

    Hallo. Danke für einen hilfreichen Beitrag. Ich habe vor kurzem noch einen interessanten Artikel zu diesem Thema gelesen: http://weiter-lesen.net/1937/besseres-e-mail-marketing/ Vielleicht, wird es jemandem auch interessant zu lesen.

  2. Mailheld am 30.06.2016 um 23:38

    Schöne, übersichtliche Aufstellung mit nützlichen Inputs!

    Ich habe hier einen ähnlichen Beitrag geschrieben mit ein paar Ergänzungen: http://mailheld.com/10-tipps-fuer-erfolgreiches-mail-marketing/ :-)

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Über den Autor

Lars Müller

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Geschäftsführer
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